Rechtliches über Webcam's

Webcam's im Internet

 

Werden Personen als Beiwerk neben einer Landschaft oder anderen Örtlichkeiten abgebildet, ist eine Bildnisveröffentlichung ohne ihre Einwilligung zulässig.

Die abgebildeten Personen dürfen jedoch nicht der eigentliche Zweck der Aufnahme sein, vielmehr dürfen sie lediglich als Staffage im Bild sein. Das bedeutet: Aufnahmen von Landschaften und öffentlichen Plätzen bei denen Menschen nur Beiwerk sind und nicht den eigentlichen Zweck der Aufnahme darstellen sind grundsätzlich erlaubt. Ebenso das filmen einer öffentlichen Kreuzung. Das Zoomen auf z.B. Beteiligte eines Unfalls an einer Kreuzung ist verboten.

Aufnahmen der Außenansicht von Gebäuden an öffentlichen Wegen sind gestattet. Bilder einer Veranstaltung oder Demonstration dürfen ohne Zustimmung veröffentlicht werden. Wichtig ist, daß die Veranstaltung eigentlicher Bildinhalt ist und es sich dabei um eine Menschenmenge handelt. Das Zoomen auf eine Einzelperson ist nicht zulässig.

Um eine Webcam im Öffentlichen Raum beständig zu betreiben, sollte man drauf hinweisen, dass diese keine Personen, sondern nur den sichtbaren öffentlichen Raum abbildet. Alle zu erkennenden Personen sind gemäß Kunst-Urhebergesetz § 23 nur Beiwerk.

Hausbesitzer dürfen nur ihr eigenes Grundstück überwachen. Und die Kameras dürfen nicht so ausgerichtet sein, dass der Besitz des Nachbarn mitaufgenommen wird. Das wäre ein unzulässiger Eingriff in dessen Persönlichkeitsrecht. Eine Videokamera muss so angebracht sein, dass sie möglichst von jedem gesehen wird. Oder es muss auf die Überwachung etwa per Schild hingewiesen werden. "So kann ein Besucher sagen, ich will nicht aufgenommen werden, und das Grundstück nicht betreten".